Todesstrafe (Death Penalty)

Amnesty Report Todesstrafe in Indien

Amnesty International India, People’s Union for Civil Liberties (Tamil Nadu & Puducherry):
Lethal Lottery: The Death Penalty in India – A study of Supreme Court judgments in death penalty cases 1950-2006 (Mai 2008)

Amnesty-Statements, -Artikel, -Blogs, -Aktionen:
India :- The bias of death penalty against the economically vulnerable? (ADPAN, 01. 06. 2016)
Law Commission recomendations not heeded? (ADPAN, 11. Feb. 2016)
Law Commission report must lead to abolition of death penalty (Sept 2015)
Execution of Yakub Memon cruel and inhuman (30. 07. 2015)
Imminent execution of Yakub Memon disappointing (29. 07. 2015)

Umwandlungen von Todesurteilen sollten zum Umdenken führen (31. 03. 2014)
Changing Hearts and Minds in India (25. 03. 2014)
Oberster Gerichtshof Indiens wandelt Todesurteile in Haftstrafen um: Landmark Supreme Court decision upholds rights of death row prisoners (21. 01. 2014)
Statement zum Tag gegen die Todesstrafe: India Must Commute Death Sentences Of All Prisoners at Risk of Execution (10. Oktober 2013)
Video-Aufruf von Amnesty India: Halt all imminent executions and end death penalty in India (Okt. 2013)
Further information: Three men face imminent execution in India (19. 08. 2013)
GOVERNMENT URGED TO STOP ALL EXECUTIONS AS NEW CONCERNS EMERGE (17. 04. 2013)
Ajmal Kasab hingerichtet: Erste Exekution in Indien seit 2004 (21. 11. 2012)

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Die Todesstrafe ist in Indien nicht abgeschafft, und im Dezember 2010 stimmte Indien gegen eine Resolution der UN-Generalversammlung, die zu einem weltweiten Hinrichtungsmoratorium aufrief. Doch obwohl weiterhin Todesurteile verhängt werden – nach der jüngsten Länderübersicht von Amnesty International wurden in Indien im Jahr 2011 mehr als 110 Todesurteile ausgesprochen -, fanden sieben Jahre lang keine Hinrichtungen statt.

Im Jahr 2011 wurden von der indischen Präsidentin mehrere Gnadengesuche zurückgewiesen, was eine Wiederaufnahme der Exekutionen befürchten ließ. Dabei ging es u.a. um den Fall von Devender Pal Singh Bhullar, der im Dezember 1994 am Frankfurter Flughafen Asyl beantragt hatte und im Januar 1995 nach Indien abgeschoben worden war. Dort wurde er im August 2001 zum Tode verurteilt. Die letzte (inzwischen beendete) Eilaktion dazu fand im Juni 2011 statt. Im Oktober 2012 stand sein Fall, zusammen mit zwei anderen Fällen aus Asien, im Fokus von Amnesty-Aktionen gegen die Todesstrafe.

Devender Pal Singh Bhullar zählte auch zu den acht Todeskandidaten aus asiatischen Ländern, deren Schicksale Amnesty International zusammen mit dem Anti-Death Penalty Asia Network (ADPAN) in einem Bericht vom Dezember 2011 hervorhob:
When Justice Fails: Thousands executed in Asia after unfair trials.
In allen Fällen wurde das Urteil nach einem unfairen Verfahren gesprochen, und in sechs der Fälle beruhen die Urteile auf einem Geständnis, das durch Folter erlangt wurde. Details der inzwischen abgeschlossenen Aktion: ASIEN: TODESURTEILE NACH UNFAIREN GERICHTSVERFAHREN (Dez. 2011)

Entschließungen des Europäischen Parlaments:
European Parliament resolution on India: execution of Mohammad Afzal Guru and its implications (23. 05. 2013)
Entschließung des Europäischen Parlaments vom 7. Juli 2011 zu Indien, insbesondere der Todesstrafe für Davinder Pal Singh (07. 07. 2011)

August 2012: Weltweite Aktion: INDIEN KANN ZUR TODESSTRAFE „NEIN“ SAGEN
Seit 2004 war niemand mehr in Indien hingerichtet worden. Allerdings herrschte ständig die Sorge, dass die Exekutionen wieder aufgenommen werden könnten. Aus diesem Grund wollte Amnesty International noch einmal an die indische Regierung appellieren, einen sofortigen offiziellen Hinrichtungsstopp zu verfügen, alle zum Tode Verurteilten zu begnadigen und schließlich die Todesstrafe ganz abzuschaffen.

6. August 2019